Daiting, den
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Geschichte
Daiting
Daiting früher
Taiting oder Teytingen liegt in den südlichen Ausläufern des Fränkischen
Jura. Der Ort liegt 444 Meter über den Meeresspiegel und wird von einem
Bach, die Ussel, durchflossen. Das Usseltal und die hügelige Umgebung
ist eine reizvolle Landschaft nahe der Donau.
Der Ort Daiting wurde wahrscheinlich im 7. Jahrhundert von den Bajuwaren
nach der Völkerwanderung gegründet. Eine alte Hochstraße sowie eine
Gruppe altdeutscher Grabhügel sprechen für das hohe Alter des Ortes.
Die erste urkundliche Erwähnung von Daiting geht auf das Jahr
1241 zurück. Bischof Siboto von Augsburg bestätigte dem
Zisterzienserkloster in Niederschönenfeld unter anderem auch Besitzungen
in Teytingen.
Die spätere Geschichte des Ortes ist sehr eng mit den Grafen von
Lechsgmünd-Graisbach sowie des Herzogtums Neuburg verbunden. Die Ritter
der Daitinger Burg Meilenhart waren Marschalken der Grafen von
Lechsgmünd. Die Meilenharter waren ein altes Rittergeschlecht und
genossen als Verwalter des Rüstzeugs der Grafen großes Ansehen. Die
Familie starb Ende des 13. Jahrhunderts aus. Die nachfolgenden Besitzer
wurden zu Raubrittern und die Burg Meilenhart wurde 1421 in einem
Rachezug ausgeraubt und zerstört. Die Steine der Ruine wurden zum Bau
der heutigen Pfarrkirche verwendet.
Die Zugehörigkeit zum Herzogtum Neuburg hatte zur Folge, dass nach dem
Augsburger Religionsfrieden von 1555 in Daiting von 1560 - 1621
der evangelisch-lutherische Glaube eingeführt wurde.
Vor dem Dreißigjährigen Krieg waren in Daiting bereits 75 Höfe.
Der Krieg hatte blutige Spuren hinterlassen. 1638 zählte man noch sechs
Untertanen.
Ziemlich arg wurde das auch 1704 nach der Schlacht von Höchstädt
mitgenommen. Der Markgraf Ludwig von Baben zog mit 18000 Mann nach
Daiting und hielt dort Rast. Seine Nachzügler plünderten die Orte
Daiting, Ammerfeld und Riedensheim völlig aus. Langsam erholte sich das
Dorf wieder. 1769 gab es bereits wieder 70 Hausbesitzer.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam zu dem rein landwirtschafltichen
Charakter des Dorfes das Erzgraben. Im Tagebau wurde aus tiefen Gruben
erzhaltiges Gestein gefördert, das im Berger Weiher oder in der Ussel
gewaschen wurde. Das gewonnene Erz wurde mit Pferdefuhrwerken nach
Obereichstätt gebracht, wo ein Schmelzofen stand. Im Jahre 1860 endete
der Vertrag bezüglich des Erzgrabens zwischen Daiting und
Obereichstätt. Der geringe Eisengehalt des Erzes sowie die hohen
Fuhrkosten machten den Betrieb unrentabel. Heute zeugen noch einige
tiefe Gruben im Wald zwischen Daiting, Natterholz und Blossenau
von dieser "Bergbauzeit".
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